Restless Shapes, das Debüt-Album von Matti Gajek, beschrieb unser Autor im Groove-Review als die „mit Sicherheit bisher experimentellste Veröffentlichung“ des Modeselektor-Labels Monkeytown. Denn bei Gajek steht nicht die Funktionalität oder die Tanzbarkeit der Musik im Mittelpunkt. Vielmehr ist der Musiker, der auch als visueller Künstler arbeitet, an Atmosphären und rhythmischen Strukturen, sozusagen an Musik als formalem Ausdrucksmittel, interessiert. Als Vorbilder klingen bei seinen oft kurzen Stücken deshalb auch „Minimal Music“-Komponisten wie Steve Reich und Terry Riley durch.

Seine Live-Auftritte bestreitet Gajek gemeinsam mit dem Zeichner und Video-Künstler Marc Hennes. Zusammen mit Hennes hat er auch die Videos zu Restless Shapes erarbeitet. „Wir wollten eine visuelle Sprache entwickeln, die sich quasi am Rand der Verkörperung bewegt“, sagt Gajek. „Wir wollten Dinge und Zeichen kreieren, die sowohl abstrakt als auch greifbar erscheinen und als ob sie Teil einer eigenständigen, zusammenhängenden Welt wären. Diese Formen wirken wie die Teile von Maschinen, die in Bewegung gesetzt werden. Während wir beim ersten Clip (zum Stück ‚Moving Glasses Pt. 1‘, d. Red.) ein Gefühl von Konkretheit und Ordnung hervorrufen wollten, sollen die Prozesse in unserem neuen Video Unsicherheit und Instabilität vermitteln.“ Dieses Video (zum Album-Track „Restless Water Shapes Pt. 02“) gibt es bei uns als Premiere zu sehen.

Gajek und Hennes treten mit ihrer Live-Show heute Abend (27. Januar 2015, 19:30 Uhr) beim CTM-Festival im Theater HAU1 in Berlin auf. Im Anschluss sind Simian Mobile Disco zu sehen. Den Groove-Guide zum CTM findet ihr hier.

 


Video: GajekRestless Water Shapes Pt. 02