Von Chris Clark an Modeselektor empfohlen, ist Gajeks Restless Shapes mit Sicherheit die bisher experimentellste Veröffentlichung auf Monkeytown. Das aus nur drei Tracks, unterteilt in insgesamt einundzwanzig kurze Passagen, bestehende Debüt-Album bildet abstrakte Atmosphären aus rhythmischen Strukturen und dunklen Klangfarben. Ob allerdings das Wort Debüt diesem Album gerecht wird darf hinterfragt werden. Schließlich feilt Gajek, bisher eher bekannt für die visuelle Untermalung der Musik Chris Clarks, schon länger an seinem musikalischem Oeuvre, wenn auch bis jetzt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Und das hat der, für ein Erstlingsalbum äußerst reifen Musik mehr als gut getan. Von Modeselektor aus einer schier endlosen Anzahl von Stücken kompiliert, von Postrock-Electronica über rein Experimentelles bis zu Dancetracks reichend, stellt dies Mini-Album so etwas wie eine Einführung in Gajeks Schaffen dar. Und diese plickernden, von glasklaren Stimmungen zu düsteren Atmosphären sich morphenden, im klassischsten Sinne minimalistischen Stücke dürfen mit Fug und Recht als musikalische Expedition bezeichnet werden. Musik, die mehr mit den Minimalismen eines Steve Reich oder Terry Riley zu tun hat als mit zeitgenössischer Tanzmusik.

 


Video: GajekRestless Shapes (Album-Teaser)