Einen ganz und gar eigenständigen Blick auf House zu entwickeln ist Matrixxman aus San Francisco in jedem Fall gelungen. Trotzdem überrascht es, dass der Produzent und DJ von der ersten Maxi im vergangenen Jahr an von den einflussreichen Webmagazinen gefeatured wurde und Airplay von DJs wie Richie Hawtin, Boddika oder Seth Troxler hatte. Sein oldschooliger House knüpft an die allerersten Clubsounds aus den späten Achtzigern an, besonders an die Musik von Larry Heard. Ihn interessieren gerade jene Momente, in denen sich die einzelnen Töne und Pattern noch gar nicht ganz und gar zu einem Groove verdichten, sondern für sich stehen, und eine clonkige Poesie entwickeln. Aber Matrixxman ist kein Retro-Act: Seine Oldschool-Affinität verbindet sich mit dem allgemeinen, aktuellen Interesse an Improvisation. Auf der Delft-Maxi ist er mit seinem Produktionspartner Vin Sol zu hören, der einen geradlinigeren, „normaleren“ Sound verfolgt. Auf der Kraftek setzt Matrixxman seinen Ansatz in einem technoideren Rahmen um. Am weitesten treibt er seine (de)konstruktivistische Logik auf der „Amulet EP“ für Ghostly.