Wie eine imaginäre Reise an einen Traumort ist die tolle neue EP von Jon-Eirik Boska auf Studio Barnhus. Ob der Produzent dabei tatsächlich Santa Cruz im Kopf hatte, bleibt sein Geheimnis. Wir stellen uns stattdessen unseren eigenen Ort vor, an dem es klackert, glitzert und quirlig herumsynthesizert. Tief und beruhigend brummelnde Bässe begleiten die melancholischen und doch glücklichen Sequenzen, die schwerelos über breakigen und auch mal geraden Beats durch die Lüfte gleiten. Einzig „Braids“ wirkt ein wenig bedrückend, was sich aber wie bei dem Anblick einer rauen, kargen und etwas dunklen Landschaft in so etwas wie Ehrfurcht verwandelt. Das macht den Kopf frei und die hellen Momente noch schöner.