Und aus dem mahlenden Lärm erhebt sich eine Melodie, wie leuchtende Lava, die durch Gesteinskruste bricht. Auf A U R O R A jedenfalls macht der in Island lebende Australier Ben Frost nun wirklich konsequent Metal mit anderen Mitteln. Hinfort also mit den Kammermusikensembles und den präparierten Pianos! Statt getragener Eleganz stecken im Kern seiner krassesten, konfrontativsten Platte bislang nun wummernde Beats, umhüllt von einem insektengleichen Schwirren und Dröhnen aus verzerrten Synthesizern. Beides, die Beats und das Insektendröhnen, sind inspiriert von einer Reise Frosts in den kriegszerrissenen Osten der Demokratischen Republik Kongo. Keine lustige Erfahrung, wahrscheinlich. Aber lustig und leicht ist an Frosts Musik sowieso nichts. Konsequenterweise wummern nun Thor Harris von den Swans und Greg Fox, ehemals bei der Brooklyner Blackmetal-Band Liturgy, über die Drums. Das Ergebnis ist ein Albtraum aus Metal, Neoklassik und Electronica. Finstermusik. Doch mitten in all der Zerstörung strahlt dann eben doch immer wieder Hoffnung auf. Schönheit und Gewalt, das Richtige für all die neuen Industrial-Raver dieser kranken Welt.

 


Stream: Ben FrostA U R O R A