Foto: „Kubus-Sound“ von Frederik Schulz

Dass sich das Berliner Berghain in den zehn Jahren seines Bestehens zu einem mythischen Ort entwickelt hat, liegt mit Sicherheit auch daran, dass der Club von Anfang an als Gesamtkunstwerk konzipiert war. Die Betonhallen und -räume des ehemaligen Heizkraftwerks wurden vom Architekturbüro Karhard in eine begehbare Skulptur verwandelt, zu deren festen Bestandteilen auch Werke von Kunststars wie Marc Brandenburg oder Wolfgang Tillmans gehören. Die Verbindung zwischen Clubkultur und den bildenden Künsten geht im Berghain jedoch weiter: Viele Künstler arbeiten dort als Türsteher, Barleute oder Elektriker. Und neben Clubnächten und Konzerten finden etwa auch Ballettproduktionen ihren Platz auf dem Berghain-Programm.

Angesichts dieser Querverbindungen erscheint es mehr als passend, dass das Berghain die Feierlichkeiten zu seinem zehnten Geburtstag mit einer Ausstellung beginnt. In der Halle am Berghain sind im August Gemälde, Fotografien und Installationen von Künstlerinnen und Künstlern zu sehen, die zum Netzwerk des Clubs gehören: Norbert Bisky, Ali Kepenek, Sven Marquardt, Carsten Nicolai, Friederike von Rauch, Viron Erol Vert und andere. Kuratiert wurde die Ausstellung von Christoph Tannert, dem Leiter des Kunsthauses Bethanien in Berlin. Die Kunstwerke, so heißt es in der Berghain-Ankündigung widmen sich folgenden Themen: „Clubkultur, das Phänomen Masse, das Anti-Elitäre, Körperkult und Tätowierung, der Neoklassizismus und die ruinöse Rohheit des Gebäudes.“

 

Flyer "10"10

Eröffnung: 07. August 2014, 19.00 Uhr
Dauer: 08. bis 31. August 2014 (täglich außer montags, 16.00–23.00 Uhr)

Norbert Bisky (Malerei und Objekt)
Marc Brandenburg (Installation)
Ali Kepenek (Fotografie)
Sven Marquardt (Fotografie)
Carsten Nicolai (Objekt / Lichtprojektion)
Piotr Nathan (Malerei, Video-Installation und Objekt)
Friederike von Rauch (Fotografie)
Sarah Schönfeld (Objekt und Installation)
Viron Erol Vert (Installation)

Eintritt: 5 Euro

Halle am Berghain
Am Wriezener Bahnhof
10243 Berlin