Pop wird großgeschrieben auf dem Debütalbum von Chopstick & Johnjon, das sich auf einen wohltemperierten Dialog mit Stateless-Frontsänger Chris James einlässt, dessen schmachtende Zeilen bereits über Labels wie Ninja Tune oder !K7 Gehör fanden. Da dieser auf neun der elf Tracks vertreten ist, wird dem Singer-Songwriter-Aspekt auf Twelve eine entscheidende Rolle zugesprochen, die sich besonders auf das angenehme Durchhören des Langspielers auswirkt. Chopstick & Johnjon sind dabei nie um Strophe- und Refrain-Schemata verlegen. Gleichzeitig fühlen sich die verwässert wirkenden Kickdrums oft etwas nach Kompromiss an, als ob man den Clubkontext auch ja nicht aus den Augen verlieren wollte. Wäre man hier ein wenig konsequenter gewesen und hätte den eh nur halbherzigen Tanzflächenfaktor gezielter auf einzelne Tracks fokussiert, käme die das Album eigentlich ausmachende Pop-Attitüde noch besser zur Geltung. Denn gerade Stücke wie die Akustikversion von „Pining Moon“ bringen die Grundstimmung der Platte wunderbar auf den Punkt. Aber so versuchen sie stets Club, Radio und Home-Listening in fast jedem Track unter einen Hut zu bringen und verbiegen sich dabei allzu oft.

 


Video: Chopstick & JohnjonPining Moon