Unerwartet kommt das neue Album auf Monkeytown von einem noch recht unbekannten Produzenten. Unter dem Alias Munk 777 brachte Alex Banks 2007 das Album Nocturnalism in Eigenregie heraus, seitdem hat der studierte Musiker bis auf ein paar Remixe von Stücken von Andreya Triana oder Bonobo nicht viel veröffentlicht. Dennoch konnte er Modeselektor und Co. von seinen Fähigkeiten überzeugen und rechtfertigt das in ihn gelegte Vertrauen mit seinem gefühlten Debütalbum direkt. Alex Banks wuchtet einen schimmernden, vibrierenden, dicht wirbelnden Klangkosmos auf die Bildfläche, der statt fröhlichem Sonnenschein brodelnden Donner zum Freund hat. Schwere Bässe und nach vorne gehende Beats zwischen Hardcore Continuum und Techno vereinen sich mit Synths und Piano-, Streicher- oder Gesangsmelodien von Elizabeth Bernholz (alias Gazelle Twin) zu einem großen, immer melodischen, nie lärmenden Sturm, der trotz Düsternis auch Licht abgibt, schließlich erhellen auch Blitze das Dunkel. Illuminate transportiert Emotionalität, die zwischen Melancholie und kraftvoller Energie steht und gelungen auf dem schmalen Grad zwischen menschenleerer Betonwüste und voller Tanzfläche balanciert.

 


Video: Alex BanksAll You Could Do feat. Elizabeth Bernholz