Jason Hogans kommt aus Detroit und debütierte bereits 1998 mit seiner „Peter And The Rooster EP“ auf Carl Craigs Label Planet E – das klingt nach vorgezeichnetem Weg, nach Bestimmung. Aber Hogan blieb dem geraden Beat nicht treu, probierte und tobte sich aus quer durch den Stilkatalog der avancierten Popmusik, von Folk über Punk und alle erdenklichen Electronica- und Groove-Musiken, um bei HipHop zu landen. Seit 2005 veröffentlicht er unter dem Pseudonym :Brownstudy auf Third Ear, und sein neues Album Life Well Lived sollte, nein, muss ihm die Pforten der internationalen Szenewahrnehmung öffnen, wenn in dieser Welt noch ein Fünkchen Gerechtigkeit siedelt. Und zwar nicht wegen seiner allseits gelobten Musikalität, und auch nicht wegen der organisch rumpelnden Beats. Ersteres kann böse nach hinten ins Muckertum losgehen, Letzteres gehört längst zur Handwerkerroutine der internationalen Beatschmieden. Nein, es sind sein Ideenreichtum, seine Mehrdimensionalität, seine Wendigkeit und sein Humor, die Brownstudy so besonders machen. Eine Kritik im Guardian ordnet ihn zwischen dem leidend-leidenschaftlichen Soul von Sly Stones There’s A Riot Going On und den abgefahrenen Visionen von 4 Hero ein, und dieses assoziationsreiche Bild umreißt perfekt die enorme Bandbreite von Life Well Lived.

 


Stream: :BrownstudyStupid Dummy Dance