Mit der „Willie Burns EP“ auf L.I.E.S. hat sich William Burnett eindrücklich in die New Yorker House-Historie eingeschrieben. Trotz seines nerdigen Auftretens hat er sich einer Reduktion der Mittel verschrieben, einer handwerklichen, körperlichen Produktionsweise. Technische Raffinesse oder hochkomprimierte Kraftmeiersounds sucht man auch auf der „Woo Right EP“ für das britische Label Unknown To The Unknown vergebens. Dafür ist Burnetts flacher wie rauer Chicago Sound frei von Nostalgie und erfreulich oft bereit, Umwege zu gehen. Das ungewöhnliche Acid-Zwitschern und die kurzen, scharfen Loops seines alten Hardwaresequenzers zeugen von einer Experimentierfreudigkeit, die im konservativen Deep-House-Geschäft selten geworden ist.