Wenn KZA ein neues Album vorlegt, kann man schonmal getrost die WhoSampled-App startklar machen: Dem japanischen Plattensammler wird eine exorbitante Sammlung nachgesagt und die musste schon als Futter für das erste Dig & Edit-Album 2009 herhalten. Für die zweite Auflage hat Kuniyuki, Chef von Mule Musiq und Endless Flight, KZA bei der Auswahl geholfen, herausgekommen ist eine sehr breit gefächerte Zusammenstellung. Von funky Slowburnern wie „Vous Dansez“ über sphärische Jams wie „Computerstimme“ bis hin zu klebrigem Downbeat à la „Two More“ reicht die Bandbreite. Das wirkt nicht immer stimmig, passt aber zum Konzept des Diggens und Aufbereitens. Am besten gefallen die Acid-Disco-Balladen: „Want No Other“ könnte glatt komplett aus den Siebzigern stammen, würde nicht der kleine Sägezahn gegen Ende am Bass nagen. Auch das bereits aus dem Jahr 2010 stammende „Le Troublant Acid“ haut in diese Kerbe. Insgesamt ein sehr durchmischtes Album, bei dem ein Schuss mehr Mut und Kreativität beim Umgang mit den Samples wünschenswert gewesen wäre.

 


Stream: KZAVous Dansez