Frankie Knuckles, der „Godfather Of House“, ist in der vergangenen Nacht im Alter von 59 Jahren gestorben. Knuckles litt seit etwa zehn Jahren an Diabetes, laut bisher unbestätigten Berichten führten Komplikationen mit der Zuckerkrankheit zu seinem Tod.

Knuckles wurde am 18. Januar 1955 als Francis Nicholls im New Yorker Stadtteil Bronx geboren. Während seines Studiums am Fashion Institute of Technology in der amerikanischen Ostküsten-Metropole begann er gemeinsam mit seinem Jugendfreund Larry Levan, der später als Resident-DJ des Clubs Paradise Garage berühmt wurde, im schwulen Badehaus und Club Continental Baths am Broadway aufzulegen. Nach der Schließung der Continental Baths 1975 zog Knuckles nach Chicago, wo er 1977 anfing regelmäßig im neueröffneten Club Warehouse zu spielen. Mit seinen Sets, in denen er Disco, Soul und New Wave mischte, legte er dort den Grundstein für das Genre House, das seinem Namen dem Club verdankt.

Fünf Jahre lang spielte Knuckles im Warehouse, bis er 1982 seinen eigenen Club namens The Power Plant eröffnete. In den Achtziger Jahren begann er vermehrt auch als Remixer und Produzent zu arbeiten. Sein erstes Album, Beyond The Mix, erschien 1991, sein letztes mit dem Titel A New Reality veröffentlicht er 2004. Knuckles erhielt 1998 einen Grammy als Remixer des Jahres. Es war das erste Mal, dass Grammy-Akademie diesen Preis verlieh.

Bis kurz vor seinem unerwarteten Tod war Knuckles als DJ hoch begehrt: Auf seiner Facebook-Seite waren für den April Auftritte in Großbritannien und Italien angekündigt. In Chicago wurde Knuckles bereits zu Lebzeiten geehrt: 2004 benannte die Stadt einen Teil der Straße, an der das Warehouse lag in „Frankie Knuckles Way“ um.

 


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