Glaubt man den Gerüchten im Netz, stellt Bunker zum Auftakt seiner 4000-Serie mit diesen Aufnahmen aus dem Nachlass einen vollkommen unbekannten, früh an einer Überdosis verstorbenen Producer aus dem Großraum Chicago vor, der nie veröffentlicht wurde und nirgends aufgetreten ist. Mit zwölf Tracks, verteilt auf zwei EPs, jeweils auf 200 Kopien limitiert, läge dann ein Werk von großer Dichte und Dringlichkeit vor einem, aufgenommen mit dem Equipment der lokalen Kirchengemeinde zwischen 1989 und 1991 in Gary, Indiana – rohe Acid-Kathedralen, eilig dahingeworfen, möglicherweise im Bewusstsein, dass die verbleibende Zeit endlich ist. Weil das für die Musik selbst dann noch zutrifft, wenn der Rest Fiktion wäre, ist letztlich egal, ob es sich nicht doch um eine neue Identität von Danny Wolfers handelt. (Un)serious business bleibt es allemal.