Oliver Ho alias Raudive hat die Ehre, die erste wirklich überraschende 12-Inch auf Jealous God zu machen. Obwohl – die erste Platte mit Post-Punk-Flavor auf dem Label von Regis und Silent Servant war wirklich vorauszusehen. Hier ist sie: Die sanft-harten Technotools haben Pause, Ho singredet in Gedenken an Throbbing Gristle und Cabaret Voltaire über brüchige und rostige Tracks, Gitarrensamples jaulen im Hall und in den Minimal-Wave-Versuchen erkennt man den Einfluss von Powells rhythmischer Extravaganz. Ist ja alles eine Familie. Natürlich kann man sagen: alter Hut. Aber „Hauptsache, es ist ein gescheiter, und er passt mir“ (R. Goetz). Wie immer kommt die Platte mit campy Artwork-Karte und stilistisch anknüpfender Mix-CD, dieses Mal kompiliert von Taylor Burch.