Im Gegensatz zu vielen anderen Genregenossen schafft es Dave Aju immer wieder, Sounds zu entwerfen, die nicht verbrauchten Housematrizen gleichen, sondern aus fruchtbaren Ausschweifungen ihre Kraft ziehen. Mit „Maybeso“ präsentiert der Kalifornier zwei Titel voll surreal wirkender Klangraffinessen. Schwebende Pianochords, dezent austarierte Bassakzente und ein besonders detailreicher Soundteppich, an der unteren Hörgrenze schwingend, entfesseln ungeahnte Soundekstasen. Während „Maybeso“ eher dem exzentrisch treibenden Abenteuer gleicht, stellt sich in „Inmahed“ eine entschleunigte Gelassenheit ein, die mit asynchronen Stimmüberlagerungen und immer mal wieder scharf aufflimmernden Synthielinien dahingleitet.