Seit 1996 veröffentlicht Jens Massel nun schon Musik, zuerst als Kandis, seit 1997 auch als Senking, und immer war sein Sound geprägt von Luftigkeit und einer speziellen, raffiniert-einfachen Melodik. In den späten Neunzigern dockte er an dem damaligen Techno-Paralleluniversum „Electronic Listening“ an, Capsize Recovery ist nun eindeutig geprägt von Dubstep, aber Massel bleibt bei allen Einflüssen erkennbar. Die latente Düsternis von Bass Music findet sich so beispielsweise auch in seinen neuen Stücken, aber wie er diese mit seinen klaren, ruhigen Melodien in einigen Tracks konterkariert, das ist höchst eigen und schlicht schön. Der Titelsong steht exemplarisch für diese Herangehensweise – so könnten Kraftwerk heute klingen, wenn sie nicht zu einer Museumsmaschine mutiert wären.

 


Stream: SenkingTiefenstop (Preview)