Mit R-Zone hat der in Den Haag lebende Jeroen van der Star (Crème Organization, Global Darkness) im Frühjahr ein neues Label an den Start gebracht, das sich voll und ganz einer virtuellen Old-School-Welt verschrieben hat, die um den Hardcore-, Breakbeat und Techno-Sound der frühen neunziger Jahre kreist. Das R in R-Zone steht möglicherweise für Rave, wir wissen es nicht. Genauso wenig ist bekannt, wer sich hinter den einzelnen Veröffentlichungen verbirgt. „R-Zone 05“ kommt, so viel sei verraten, von einem Produzenten-Duo aus dem Süden Hessens. Die 4-Track-EP soll eine Hommage an den Mannheimer Club Milk der frühen Neunziger sein. Auf kongeniale Weise wird hier ein Prä-Jungle-Breakbeat-Techno-Sound aufgegriffen, wie er seinerzeit von Leuten wie 4hero oder Satin Storm rausgehauen wurde. Entsprechend tragen die Tracks hübsche Titel wie „Jungle Raver“ oder „nRG Zone“. Keine Ahnung, wer hinter „R-Zone 06“ steht, wir wissen einzig und allein, dass diese Person die US-Actrice Rebecca Romijn verehrt, heißen die Tracks doch „Rebecca In The Hall“ oder „Romijn Ravine“. Auch hier heißt die Marschroute Rave, hin und wieder muss man an die frühen The Black Dog oder die unschuldigen Tage des UK-Techno denken. Auch ganz groß!