Gieglings Sublabel Staub – als Hommage an den Untergang konzipiert, sollte es nur bis Ende 2012 geben. Doch die Erde dreht sich noch und so musste man selbst Hand anlegen. Mit Forum wollen sie an die Staub-Serie anknüpfen, sich aber musikalisch und personell breiter aufstellen. Die erste LP kommt von Prince of Denmark, der bereits auf Staub veröffentlichte und sich auf The Body beeindruckend mit seinem Körper (und Körperlichkeit) auseinandersetzt. Hinter Tracktiteln „Nymphonic“, „The Body“ und „Cut Untitled Cut“ lassen sich Abgründe vermuten, das vorletzte Stück „(In The End) The Ghost Ran Out Of Memory“ gibt die Hoffnung, dass hier jemand eine schwierige Lebensphase überwunden hat. Fast zeitgleich bringt Giegling mit Mothercave ein weiteres Album des Hannoveraners heraus – allerdings unter dem Pseudonym Traumprinz, welches zunächst aus Scherz verwendet wurde, aber schon bald erste Bookinganfragen nach sich zog. Es ist deutlich an der Verspieltheit seiner Tracks zu spüren, wie sehr er es genießt, die Grenzen zwischen House, Techno und Disco zu überschreiten. Am Ende geht es um die Befreiung von Klischees.

  • Peter

    Traumprinz – Mothercave gibts zwei Monate nach der Review immer noch nicht. Gibt da irgendwelche Infos zu?