Dass es auf Prime Numbers nicht um stilistische Kohärenz geht, wissen wir mittlerweile. So ist auch auf Nummer 17 alles möglich. „Baayi“ ist eine schöne Deep-House-Nummer mit afrikanischem Gesang von dem noch unbekannten Talent (oder Pseudonym) Adesse. Schwermut und Hoffnung liegen hier dicht beieinander. Truss hingegen liefert mit „Redbrook“ einen Techno-Hammer, der klingt wie die darkroomtaugliche Variante von Vitalics „Poney“. Zuletzt holpert sich Massimo Di Lena durch einen acidlastigen Housebeat, der erst anfangen will zu nerven, sich dann aber in einer verträumten Melodie auflöst.