Obwohl man angesichts der drei neuen Veröffentlichungen von Modular Cowboy drei unterschiedliche Künstler erwarten könnte, steckt hinter Cheap And Deep, Hauntologists und Add Noise jeweils Jay Ahern, der auch sonst ein Tausendsassa ist: Er gründete Labels wie Aquarhythms und Modular Cowboy, ist ehemaliger Hard Wax-Mitarbeiter, war bei Beatport und ist Profi im Bereich Marketing, Label Management und Distribution. „Beautiful“ von seinem Cheap And Deep-Alias lässt er gleich zweimal von seinem langjährigen Weggefährten Brendon Moeller remixen: Getrieben von einer leicht modulierenden Acid-Bassline und mysteriösem Flüstern, driftet der Track im Break kurz in eine euphorische Fläche, die leider nur für wenige Sekunden angetäuscht wird. Ansonsten hätte das ein großartiger Moment werden können. Der „Acid Dub Mix“ ist kompromissloser und dadurch näher am Original dran. Im direkten Vergleich ist das auch immer noch in sich stimmiger. Mit Stefan Schneider produziert Ahern zusammen als Hauntologists und ihr „Brooklyn Haunt“ ist ebenfalls an Acid orientiert, im Ergebnis jedoch zurückgehaltener, ja fast schon minimalistisch. Die B-Seite „Düsseldorf Haunt“ ist ebenfalls ein entkernter Technoklopfer, die Idee dahinter wird aber nie richtig greifbar und der Track ist somit schnell wieder vergessen. Für die fünfte Veröffentlichung schließlich zeichnet sich John Tejada als Remixer von Add Noise verantwortlich und seine Versionen von „Citronella“ und „Re-Enter“ sind warme Neuinterpretationen mit Anleihen von 8-Bit, Dub und Effekthaschereien. Alles ganz nett. Mehr aber auch nicht.