Der stampfende New Yorker Housesound der Neunziger war 2012 zurück und inspirierte Jungspunde, die mit (Post)-Dubstep und diversen Spielarten von UK-Garage ihre ersten Gehversuche unternahmen. Needwant bittet mit Traxx: The House That Garage Built nun zur Bestandsaufnahme und versammelt bekannte und unbekannte Produzenten in einem flüssigen Mix. HNNY eröffnet mit „For The Very First Time“ und setzt gleich am Anfang das Energielevel auf eine hohe Stufe. Es soll getanzt werden, das ist mal klar. Wenig später verbreitet Duskys flirrender „Flo Jam“ gute Laune und Disclosure dürfen natürlich auch nicht fehlen: Ihr süßer Track „Boiling“ kommt im soliden Remix von Medlar und kurz vor dem Zuckerschock wird in „Joyride“ der Münchner Newcomer Rhode & Brown & Marc Shegg geblendet. Der Höhepunkt wird dann mit dem jetzt schon kurioserweise als Klassiker betitelten „Child“ von George Fitzgerald im NY Stomp Mix erreicht, dazwischen liegen noch Washerman, Rhythm Operator, Ejeca oder Breach. Alle 16 Tracks vereint ein mächtig pumpender Popappeal, alles glitzert, alles funkelt, alles Hochglanz. Ecken, Kanten oder Eigentümlichkeiten sucht man vergebens, aber dafür wird dieser Mix im Frühjahr so manches Freitagabend-Vorglühen zwischen Ibiza, London und Moskau beschallen und die Cocktailgläser zum Wippen bringen.

 


Stream: VariousTRAXX – The House That Garage Built (Preview)