Ein Album über die Möglichkeit zu scheitern, nicht glücklich zu sein? So beschreibt es zumindest Cosmin TRG selbst, der in dem Titel für sein zweites Album Gordian nicht nur den Verweis auf den Mythos des Gordischen Knoten, sondern auch auf die komplexen Anforderungen unserer Zeit sieht. Und auch Tracktitel wie „New Structures For Loving“, „Divided By Design“, „Desire Is Sovereign“ oder „To Touch Is To Divert“ zeichnen das Bild eines emotionalen Individuums, dessen eigene Grenzen mit denen seiner Umwelt kollidieren. Techno und Bassmusik bilden hier schwere Hybriden, die trotz ihrer Dichte nicht undurchlässig, nicht frei von Zweifeln sind. Verhuschte Sounds und zittrige Melodien verweisen auf Möglichkeiten, gehen Ansätzen nach oder deuten Richtungen an, die ähnlich Lebensentwürfen immer wieder abgebrochen, überdacht und geändert werden können. Cosmin TRG ist eben nicht nur der bassgewaltige Technoprotz, sondern auch der Grübler, der nicht alles als gegeben hinnimmt.

 


Stream: Cosmin TRGGordian (Preview)