Als The Deadstock 33’s macht der DJ Justin Robertson erst seit wenigen Jahren auf sich aufmerksam. Begonnen hat seine musikalische Laufbahn jedoch bereits im Manchester der frühen Neunziger mit eigenen Clubnächten wie „Spice“ oder „Most Excellent“. Die Chemical Brothers haben Robertson im Rückblick auf diese Zeit in Interviews als ihren Mentor bezeichnet. Zahllose Remixe, unter anderem für Erasure, Björk und die Happy Mondays unter verschiedenen Decknamen und Bookings in Clubs wie der Haçienda folgten. Als Songwriter ist er mit Tim Burgess und Rob Playford sowie für Norman Cook in Erscheinung getreten. Für das Debütalbum seines jüngsten Projekts verschiebt Robertson die Koordinaten „in Richtung Cosmic Disco mit psychedelischem Touch“, so die Selbsteinschätzung. Das trifft jedoch nur bedingt zu. Insgesamt vermitteln die elf Songs auf The Pilgrim’s Ghost den Eindruck eines Leftfield-Albums, auf dem Robertson das, was anno 1989 – in UK vorwiegend über den Umweg Ibiza – aus Chicago und Detroit, aber auch aus Italien und Belgien nach Manchester geschwappt ist, zu einem fiktiven Bandsound amalgamiert. Gerne greift Robertson dabei außer zum Knöpfchen auch zur Gitarre. Nach starkem Beginn lässt das Album in der zweiten Hälfte allerdings noch ein wenig stärker nach. Vieles auf The Pilgrim’s Ghost würde dennoch in einem Set von Andrew Weatherall eine gute Figur machen. „C’est L’amour“ erinnert an Gainsbourgh in seiner Reggae-Phase und verweist darauf, dass Robertson als DJ auch jamaikanisch spricht. Dazu ist mit „Underneath The Pines“, einer aller Darkness zum Trotz leicht balearisch angehauchten Nummer mit (groß-)raumgreifender Bassline und suggestiven Vocals, ein veritabler Hit an Bord. Das Versprechen, das Robertson mit aktuellen Remixen für 2 Bears und Joakim gegeben hat, vermag The Pilgrim’s Ghost indes nicht in Gänze einzulösen.