Seit über zwölf Jahren gehört Gregor Tresher zu den vielseitigsten Produzenten elektronischer Tanzmusik in Deutschland. Während sein 2012er Clubhit „About A Good Place“ die Funktionalromantiker bediente, fokussiert Tresher für Drumcode stärker die dunkle Seite. Mit analog modulierten Noiseattacken schlägt er bei Tracks wie „System X“ oder „Relevance“ die Brücke zwischen Acid Techno der Neunziger und dem Clubsound der 2010er Jahre. Ein bombastisches Bekenntnis für den Raver in uns allen. Deutlich melodischer geht Tresher dann in der dritten Gemeinschaftsproduktion mit Petar Dundov zu Werke. „Sirius“ brilliert mit den für beide Musiker so typischen mäandrierenden Harmoniekreiseln, ein kristallines Winterwunderland am Nachthimmel der Tanzfläche, während das hypnotische „In The Woods“ seine Dramatik vor allem aus der Ausfächerung des zentralen Signaltons bezieht.