MANO LE TOUGH Changing Days (Permanent Vacation)

Niall Mannion alias Mano Le Tough ist tatsächlich und vollkommen floskel- und ironiefrei ein neuer Stern am Househimmel. Seine vielschichtigen und gefühlvollen Veröffentlichungen auf Mirau oder Internasjonal haben bereits uneingeschränkt begeistert und das Debütalbum des irischen Wahl-Berliners auf Permanent Vacation enttäuscht da auch in keiner Sekunde. Der Zauber der Tracks auf Changing Days entsteht vor allem durch ihre perfekte Balance und den totalen Einklang, in dem sich hier subtiler Rave-Appeal, verspielte Jazzigkeit, stimmungsvolle Deepness und wunderbare, aber nie zu präsente Melodien befinden. Die Songs reihen sich über ihre volle Länge zu kleinen funkelnden Irgendwie-House-Perlen auf, die sich immer nur soweit wie nötig in den Vordergrund stellen. Auch Pop-Appeal gibts reichlich, nicht zuletzt auch durch die zum Teil wirklich tollen Vocals, wie bei den großartigen Tracks „Cannibalize“, „Please“, „Primative People“ oder „A Thing From Above“. Pop, der sich hier aber mal komplett unaufgeregt präsentiert und sich in keiner Weise anbiedert, sondern eher über eine schlichte und konsensfähige Art der Zugänglichkeit definiert. Zehn erhabene Stücke voll zeitloser Strahlkraft, die sich so gar nicht verorten lassen und daher überall genau richtig scheinen.

 

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Stream: Mano Le ToughChanging Days (Album Preview)

  • doktor cox

    vor lauter platitüden und irgendwie und dann doch nicht und schubladen, die schon viel zu oft herausgezogen wurden, als daß man noch irgendwas interessantes darin vermuten würde, nicht mal in der allerhintersten gnädig verstaubten ecke, läßt sich dieser versuch eines reviews so überhaupt nicht greifen und flutscht nur die ganze zeit zwischen den fingern durch. und klatscht einem dann vor die füße. und du hoffst, daß das keiner mitbekommen hat, verschwindest klammheimlich und läßt es lieber einfach liegen… ob es einem mit der platte dann wohl genauso geht?

  • Jonny

    Nein, keine Angst: Die Platte hab ich mir gestern gekauft (ohne die Kritik gelesen zu haben) und bis jetzt ist sie mir noch nicht vor die Füße geklatscht. Ich find sie sehr gut, auch wenn sie nicht an Talabots „fin“ drankommt. Aber sowas ist wahrscheinlich auch selten.