Petre Inspirescu gehört mit Rhadoo und Raresh zur Clique Bukarester DJs, die für reduzierten, trippigen House stehen. Jenseits von Albernheiten und Retro-Romantik hat das Trio mit seinem schwebenden, aber doch hochenergetischen Housesound einen der spannendsten Afterhour-Ansätze erschaffen. Vor fünf, sechs Jahren, als der musikalische Freundeskreis international bekannt wurde, veröffentliche Inspirescu auf internationalen Labels wie Cadenza. Heute erscheinen seine Platten ausschließlich in winzigen Auflagen auf dem Vinyl-only-Label der Clique, auf [a:rpia:r]. So war sein zweites Album vom Dezember vergangenen Jahres nur als auf 700 Exemplare limitiertes Dreifach-180-Gramm-Vinyl erhältlich. Die Tracks für seinen Fabric-Mix sind alle speziell für das Set produziert wurden und Ergebnis seiner Beschäftigung mit der Klassischen Musik. Immer wieder erklingen Oboen oder Celli. Sie machen aber nicht mehr, als Akzente zu setzen, Klangräume zu erweitern und der Musik mehr Tiefe zu geben. Die Grooves setzen stets anders an: Die Rhythmus-Pattern klingen permanent neu und ein wenig fremd, spielen sich aber nie in den Vordergrund. Sie wirken immer beiläufig und selbstverständlich. Inspirescus Afterhour handelt von mehr als von wastedness. Diese brüchigen Grooves scheinen eine unbestimmte, ungreifbare Welt wiederzuspiegeln.

 


Video: Petre InspirescuFabric 68 (Trailer)

  • moritz

    selten so eine langweilige cd gehört