In punkto Musik war in New York wohl kaum eine Ära aufregender als die erste Hälfte der Achtziger Jahre, als der Disco-Mainstream in Trümmern lag und sich Punk künstlerisch überlebt hatte. Und unter dem Schlagwort No Wave fand all das zusammen, was musikalisch neu und aufregend war – Avantgarde Rock, Jazz, New Wave, Post Punk, Disco, Rap, afrikanische Musik, Electro und vieles mehr. Zwei Labels waren die Taktgeber der New Yorker No-Wave-Szene – beide zufälligerweise unter Leitung von Exil-Franzosen: Ze Records und Celluloid. Die Londoner Re-Issue-Spezialisten von Strut haben Ze Records vor Jahren schon eine Retrospektive gewidmet. Nun ist Celluloid an der Reihe, gegründet im Jahr 1979 von Jean Georgakarakos, der bereits mit BYG ein renommiertes Jazz-Label führte. Die Schlüsselfigur des Labels war der Bassist und Produzent Bill Laswell, der auch Teil der Band Material war. Die 26 Stücke umfassende Strut-Rückschau auf die kreativsten Jahre von Celluloid ist kennerhaft zusammengestellt, Meilensteine stehen neben weniger bekannten Highlights aus dem Katalog. Die Compilation illustriert den Weg, den das Label ging – vom punkigen No Wave der Band Massacre über den Avantgarde-Sound von Snakefinger zum Funk Lightnin‘ Rods, von den senegalesischen Chants Toure Kundas über den Maschinen-Afro-Funk des Bill Laswell-Projekts Deadline bis zu den legendären Hip-Hop-Tracks von Fab 5 Freddy, Afrika Bambaataa/Timezone oder Grandmaster DST.

 

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Stream: Change The BeatThe Celluloid Records Story 1980-1987 (Compilation Preview)