Thomas Franzmann alias Zip ist so lange im Geschäft wie sonst nur ganz wenige und blickt auf einen musikalischen Werdegang zurück, der Synth-Pop, EBM (als Bigod 20-Mitglied bereits im Majorbusiness auf Sire Records) und natürlich Clubmusik umfasst. Letzteres Kapitel nicht zuletzt als Betreiber von Perlon, Label-Institution und seit 2001 (!) Host der regelmäßigen „get perlonized…“-Clubnächte in der Panorama Bar. Die jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit verschiedensten Facetten elektronischer Musik hört man seinen Sets vor allem durch ihre unbeirrbare Konstanz und Geschmackssicherheit an, mit der sie die Essenz von repetitiver Clubmusik auf den Punkt bringen, inklusive aller Abgründe und Eskapismen, die zu einem konsequenten Set dazugehören, aber für die im hitlastigen Amüsier-Mikrokosmos Club leider immer weniger Raum zu sein scheint. Um den neuesten heißen Scheiß ging es hier nie, und auch Zips Beitrag zur Fabric-Reihe verhandelt ganz unbeirrbar den Kern von House und Techno, deren Facetten subtil von Melchior Productions, Dan Curtin, Soul Capsule, Terrence Dixon oder auch Isolée („Music“, toll!) ausgelotet werden. Selbst in den jazzigsten und Deep-House-nahen Momenten (Sakros wunderbares „Jazz In The Forest“ oder DJ Qus „Everybody’s Dark“) lenkt keinerlei unnötiger Firlefanz von der eigentlichen Message ab, und der Mix bleibt immer auf der dunkleren, tiefgründigeren und vielleicht wahreren Seite der Nacht. Ein konsequentes, unbeirrbares und daher absolut notwendiges Set.

 


Video: ZipFabric 67 (Trailer)