Von Yan Wagner ist erst eine einzige EP erschienen. Jetzt veröffentlicht der junge Mann aus Paris, dessen Portrait auf dem Cover existenzialistischen Zweifel und vielleicht auch eine gewisse Arroganz und einen Weltekel ausdrückt, schon sein Debüt-Album. Wagner kombiniert den klassischen, poppigen Electro der Prä-Drexiciya-Ära mit Vocals, die sich am Synthie-Pop der Achtziger orientieren. Sein schöner Bariton erinnert an den von Ian Curtis oder an Andrew Eldritchs von den Sisters Of Mercy. Das in der Stimme verborgene Geheimnis wird aber nicht von den Songs getragen, sie erzeugen meistens eine beschauliche, fast gleichgültige Stimmung. Die Melodien sind spannungs- und harmlos, die Harmonien zu durchschaubar. Ebenso unspezifisch geht Wagner mit dem Electrosound um: Seine einzige Sorge liegt darin, diesem Stil einen clubtauglichen, housigen Kick zu verleihen. So hinterlässt einen Forty Eight Hours äußerst ratlos.

 


Video: Yan WagnerForty Eight Hours