Wow indeed! Nachdem sie uns fast sechs Jahre auf ein neues Album haben warten lassen, schieben sie in diesem Jahr gleich ein zweites hinterher. Während sie an Parasthrophics wohl tatsächlich fünf Jahre gebastelt und geschraubt haben, ist Wow ein Schnellschuss, entstanden mit Hilfe einer selbst programmierten iPhone-App. Auf Parastrophics haben die beiden alles in ihr System integriert, was in den letzten Jahren zwischen experimenteller Elektronik und Dance passiert ist, von Hauntology bis Footwork. Wow klingt im Vergleich wie gelöstes Die-Sau-raus-lassen. Die stotternden Beats dürfen einfach mal vor sich hin stottern und werden nicht gleich in ein Netz von weirden Sounds eingesponnen. Zwischendurch blitzen immer mal wieder Passagen auf, die klassische Sounds der Danceculture zitieren. Und als Dancealbum wollen Jan St. Werner und Andi Thoma Wow auch verstanden wissen. Für Mouse On Mars-Verhältnisse ist es auch vergleichsweise straight – eine Art MOM-History-of-Dance-Music-inna-Gabber-style – man muss aber schon ein reichlich irrer Tänzer sein, damit einem hierzu die passenden Moves einfallen.

 


Stream: Mouse On MarsWow (Previews)