Jake Fairley war ja irgendwie immer schon mehr Rock als Techno. Auch wenn da kontinuierlich Dancefloor-Kracher auf Traum oder Areal zwischengeschoben wurden, die Tendenz Richtung Bandsound und Songstruktur wurde in den vergangenen Jahren immer offensichtlicher. Mit My Favourite Robot hat Fairley nun eine Plattform für sein neues Fairmont-Album gefunden, das nicht wie der Border Community-Vorgänger auf angetrancete Electronica setzt, sondern einen dunkel blubbernden Trank aus Wave-Electro und flächigem Dark Pop zusammenbraut, bei dem Techno am Ende nur marginal gestreift wird. Man könnte an Witch House denken, tatsächlich klingt das eher nach Goth. Die Achtziger werden jedenfalls wieder mal als kajalverschmierter Blick in ein elektronisches Dunkel aufgearbeitet, wobei der Akzent auf rhythmische Elemente für Dancefloorkompatibilität sorgt, während die gegeneinander geschichteten Vintage-Synthesizer unsere Lieblingsdekade noch verspulter und morphinverhangener erscheinen lassen, als man sie ohnehin in Erinnerung hat. Schwieriger Crossover, der nicht durchgängig aufgeht, dafür scheint in einigen Momenten durchaus die Idee von dem auf, was es hätte sein können.

 


Stream: FairmontAutomaton (Previews)