Mehr Rückhalt kann man von seinem eigenen Label wohl kaum erwarten: Dino Sabatini habe nicht nur das erste 12-Inch-Release für Prologue produziert, sondern auch im wesentlichen die Soundästhetik geprägt, für welche das Label heute bekannt sei, heißt es in einer Pressemitteilung der Münchener Plattform zum neuen Album des gebürtigen Italieners. Es ist das erste Soloalbum von Sabatini, für das er sich auf eine gedankliche Reise über die Fußpfade der Schamanen begeben hat. Die Schönheit der Monotonie, die hypnotische Wirkung der Repetition – Techno schöpft daraus seine Kraft, macht letztendlich auch seinen Reiz aus. Schon in den sechziger Jahren versuchten Musikpioniere wie Steve Reich einen Fluss in ihrer Musik zu erreichen, indem sie radikal auf die Methode der Wiederholung zurückgriffen. Sabatini geht viel weiter zurück und entwirft seine ganz persönliche Interpretation der alten afrikanischen Musikelemente, die immer auch eine Basis dafür waren, temporär in Trance abzutauchen. Die zehn Tracks fließen regelrecht vor sich hin, keine Brüche stören den Strom, so dass es eigentlich jedes Mal zu bedauern ist, wenn man das Album nicht in einem Stück hören kann.

 


Stream: Dino SabatiniShaman’s Path