Dem Franzosen DJ W!ld ist unter anderen stilistischen Parametern etwas ähnliches gelungen wie den Berghain-Residents: einen geschichtsbewussten Club-Sound zu entwickeln, der weder nostalgisch ist, noch sich ständig seiner Aktualität versichern muss. Zunächst wirken W!lds Grooves mechanisch und hermetisch. Sie fühlen sich nicht in die Körper der Tänzer ein, vielmehr thronen sie über der Tanzfläche. Anders als aktueller House wollen sie die Tänzer nicht zum Tanzen verführen, sondern überlassen einem, wie man sich zu der Musik verhält. Beide Platten sind sehr verschieden: Die Snork stellt den Beats heterogene Samples und Found-Sounds gegenüber und erinnert darin an Raudive. Die One ist konzentrierter und packender; man meint, die Grooves würden sich selbst zerreißen.