Es gab eindeutige Hits im vergangenen Jahr. Und die konnte man keineswegs über einen Kamm scheren. Ob Todd Terjes auf die Euphoriespitze getriebener Übertrack „Inspector Norse“, der epische Edeltrance von Pachanga Boys „Time“, Barnts genial debiles „Geffen“ oder Andrés‚ seelenstreichelndes Detroit-House-Kleinod „New For U“ – all diese Stücke sind nicht nur während der letzten zwölf Monate kontinuierlich gespielt, gehört und gefeiert worden, sondern finden sich auch zu Recht in den Jahrescharts der von uns befragten DJs wieder.

 

01. Andrés – New For U – La Vida

02. Ry & Frank Wiedemann – Howling (Âme Rmx) – Innervisions

03. Barnt – Geffen – Cómeme

04. Todd Terje – Inspector Norse – Smalltown Supersound
05. Pachanga Boys – Time – Hippie Dance
06. Joy Orbision – Ellipsis – Hinge Finger
07. Julio Bashmore – Au Seve – Broadwalk
08. Smallpeople – Black Ice – Smallville
09. Two Armadillos – Ronin – Two Armadillos
10. Trackmaster Lou – Today Is A Good Day (John Heckle Rmx) – Tabernacle

11. KiNK – Express – Rush Hour
12. MMM – MMM Meets Tshetsha Boys – Honest Jon’s
13. Audiojack – Stay Glued (FCL Weemix) – Gruuv
14. Locussolus – Berghain – International Feel
15. Trevino – Backtracking – The Nothing Special
16. Cowboy Rhythmbox – Shake – Cómeme
17. Les Sins – Fetch – Jiaolong
18. Paranoid London feat. Paris Brightledge – Paris Dub 1 – Paranoid London
19. Rachel Row – Follow The Step (KiNK Beat Mix) – Pets
20. Chopstick & Johnjon – Listen – Suol

 


 

Zur Erstellung der DJ-Jahrescharts 2012 wurden die Bestenlisten folgender DJs berücksichtigt:

2562 / A Made Up Sound, Acid Pauli, Agoria, David August, Baldo, Barnt, Axel Bartsch, Steffen Bennemann, Benno Blome, Blessing, Chopstick & Johnjon, Cio D’Or, Lee Curtiss, Dave DK, Dirt Crew, Dixon, Dan Drastic, Douglas Greed, DJ Fra Soler, DJ Kaos, DJ Koze, DJ T., Edward, Function, Andre Gardeja, Stefan Goldmann, Nick Harris, Nick Höppner, Italoboyz, Gerd Janson, Nina Kraviz, Lawrence, Luna City Express, Magda, Meat, Matthias Meyer, Modeselektor, Pan-Pot, Ewan Pearson, Ian Pooley, Radio Slave, Subb–An, Tama Sumo, Julius Steinhoff, Matthias Tanzmann, The Cheapers, Prins Thomas, Tiefschwarz, Untold, Andy Vaz, Matthias Vogt, Zohki & Roozlee

  • Josef und Maria

    Platz 2 und 3 sind ja eher ein schlechter Witz.

    Vermisse da irgentwie die Sunklowun01 und die Blawan auf HinchFinger.

  • Jakobus

    Jesus, Maria, erklärt mir mal kurz, wo bei 2 und 3 der Witz liegt.

  • Josef und Maria

    Man könnte genau so gut schreiben: Die besten 20 Tracks der Berliner Hypster Szene. Meiner Meinung nach haben es hier max 5 Tracks verdient als Top 20 betittelt zu werden. Vom Groove Mag würd ich mir in Zukunft mal (wieder) einen Blick über den (Berliner) Tellerrand wünschen.

    • Daniel Fersch

      @ Josef & Maria: Die Namen der 52 DJs, deren Listen für die Charts ausgewertet wurden, stehen am unteren Ende des Beitrags. Weniger als die Hälfte davon kommt aus Berlin (21), die Mehrheit wohnt in anderen Städten (London (8), Hamburg (5), Köln (4), Leipzig (3), Frankfurt (2), Barcelona (2), Paris, Detroit, Jena, Lorsch, Moskau, Oslo, Essen u.a.). Soviel zum Thema „Berliner Tellerrand“.

  • weichezaeune

    „berliner hypster“ ist mit verlaub, ziemlicher blödsinn. barnt kommt aus köln und sein label comeme ist ebenso international wie die liste der djs die ihn gewählt haben. die innervisions clique muss man nicht mögen, aber hier gilt die alte fussballer weisheit: entscheidend is auf’m platz

  • Simon

    Ich finde die Liste sehr solide und ohne Frage wurden diese Tracks in den vergangenen 12 Monaten rauf und runter gespielt.

    Trotzdem haben die Charts keinen repräsentativen Charakter, was meiner Meinung nach aber weniger auf die Lokalität, denn auf die Auswahl der DJs selbst zurückzuführen ist: Was ist mit der Ostgut-Clique, Künstlern von CLR, Drumcode oder Delsin? Auch sind Interpreten aus dem Dubstep-Universum nicht vertreten, deren Perspektive die Top 20 sicherlich verändert hätten. Demzufolge fehlen einige Titel wie Head Highs „Dirt“, Blawans „Why they hide..“ oder Objects „Cactus“.

    Seis drum: Dafür eben die besten House-Tracks 2012, um es mal auf einen Nenner zu bringen. Gute Arbeit!

  • PP

    INnervisions und Hipster sind Begriffe, die sich ausschließen, oder? Aber ‚weniger als die Hälfte aus Berlin‘ ist schon witzig. Wer will andererseits 20 Charts aus München, Köln oder sogar Hamburg?

  • Kommissar Keller

    Liebe(r) PP! Top 20 Charts aus München, Köln oder sogar Hamburg wären das beste was dieser sagen wir mal „Szene“ noch helfen könnte aus dieser uneffektiven Clubmusik wieder rauszukommen.
    Ich bin 36 und hab die größten Parties hinter mir. Wenn ich mir das so alles anhöre kommen mir die Tränen. Ein Zwiespalt zwischen lachen und weinen. Mit solchen Jahrescharts gewinnt man Bundesweit keinen Blumentopf mehr das ist eh klar.
    Vor 10 bis 15 Jahren wären diese Top 20 unter der Rubrik „Ambient, Lounge und Downbeat“ gelandet.. Was da passiert ist frag ich mich schon lange. Anscheinend gibt es keine Möglichkeit mehr mutig zu sein und neue Trends zu setzen.
    Seit ungefähr 2005 ist es so wie mit dem Fernsehprogrammen- je mehr Auswahl und unbegrenzte Möglichkeiten es gibt, desto weniger Qualität.
    Schade eigentlich..

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