Klassisch anmutenden US-Vocalhouse der Marke Robert Owens hätte auf Delsin so vielleicht auch nicht unbedingt jemand erwartet. Der Düsseldorfer Andy Vaz begibt sich für sein Debüt bei den Niederländern auf Zeitreise, betreibt Produzieren nach Zahlen und nimmt wirklich alle Klischees mit: Ein schmachtendes Vocal von Sänger Niko Marks, federleicht bouncende Chords, ein loungig gespieltes Saxophon und dazu abschließend eine Prise warmer Synthesizer-Sounds. Ein angenehm sommerlicher Track, der jedoch speziell im „Soul Vocal Mix“ leider zu gefällig und wenig zeitgemäß ausgefallen ist. Etwas packender der „House Dub“, wobei auch dieser dem Hörer eine gewisse Vorliebe für gefühlsduseligen Gesang und alte Houseplattitüden abverlangt.