Signifikante Täler in den Mittelfrequenzen, wohlig-schnarrende Höhen und mächtig Wumms in den Tiefen: Die zwei umtriebigen Analogue Cops sind auf Patrouille, um den digitalen Schmutz aus unseren Ohren zu pusten, diesmal wieder zusammen mit Steffi als Third Side. Nach drei gemeinsamen Singles erscheint mit Unified Fields ihr Debütalbum ebenfalls auf dem Nur-Vinyl-Label Restoration. Sehr konsequent und wie nicht anders zu erwarten, sind alle acht Tracks extrem repetitive und rohe Momentaufnahmen, in denen nichts begradigt und nichts beschönigt wurde, und Frequenzen ungefiltert ihre Arbeit verrichten dürfen. Beim Hören entsteht dabei leicht der Eindruck eines Live Sets, aus dem vor allem der Einstieg „The Absolute“ und der Ausklang „Shit On Me“ (eine Kollaboration mit Virginia) Dank der euphorischen Grundstimmung herausragen. Allen Tracks haftet dabei eine Skizzenhaftigkeit an, die besonders bei „Gauge Fields“ auffällt. Mit etwas mehr Zeit beim Arrangieren wäre das Hörvergnügen um einiges gesteigert worden, das Rohmaterial gibt das auf jeden Fall her. Aber vielleicht sollte ja gerade dieser Sessioncharakter bleiben. Dadurch wirkt Unified Fields kompromisslos bis auf die letzte Rille.