Popkomm is’ nich’, BerMuDa is’. Zum vierten Mal finden in diesem Jahr die Berlin Music Days statt, gewachsen aus einem Alternativprogramm zu den großen Messen. Wie Ulrich Wombacher vom Organisationsteam verrät, ist das Konzept, aus der Szene heraus zu agieren, statt das große Geschäft anzupeilen, bisher voll aufgegangen. So sind dann zwischen 31. Oktober und 3. November keine massiven Veränderungen gegenüber dem vergangenen Jahr zu erwarten. Die Aufteilung in die Programmsparten Tag und Nacht bleibt. Tagsüber locken das Musikfilm- und Musikvideofestival In:Edit, der Bumtschick Fashion Bazar, der Vinyl-Flohmarkt „Kuchenplatte“ oder die De:Bug-Musiktechniktage ins Kater Holzig, das Watergate und zahlreiche andere Veranstaltungsorte. Im Kater Holzig gibt es außerdem ein Konferenz-Programm mit Vorträgen und Diskussionen. Die Abschlusssause Fly BerMuDa im Flughafen Tempelhof bleibt ebenso wie das dezentrale Programm zwischen Prince Charles, Festsaal Kreuzberg, Horst Krzbrg und überhaupt allen bedeutenden Clubs der Stadt als Feierorten.

 

Wir verlosen 2×2 Tickets für das Fly BerMuDa Festival am 3. November (mit Sven Väth, Magda, Luciano und vielen anderen) unter allen, die bis 21. Oktober eine Mail mit dem Betreff Fly Bermuda an verlosung@groove.de schicken!

 


 

Interview mit Uli Wombacher

Uli, wie liefen die Berlin Music Days im vergangenen Jahr?

Wir sind insgesamt zufrieden, da wir uns erstmals so präsentieren konnten, wie wir uns das vorstellen. Selbst die Clubs, die im Vorfeld noch Zweifel angemeldet hatten und dann doch teilnahmen, berichteten von erfolgreichen Nächten. Vom Ritter Butzke oder dem Weekend etwa gab es Gutes zu vermelden. Auch das Kater Holzig als Ort des Tagesprogramms hatten wir richtig ausgewählt. Schließlich hat der Club nicht nur eine Bedeutung für die Szene, sondern auch eine politische Relevanz. Das passt zu uns, denn wir möchten aus der Szene heraus agieren.

Wie ist es denn, einen Rave am Flughafen Tempelhof auf die Beine zu stellen?

Auch Fly BerMuDa hat sich zum Guten hin entwickelt. Für eine Veranstaltung dieser Größe hatten wir ein tolles Publikum, das war weit weg vom schnöden Großrave.

Mietet man sich als Veranstalter das Gelände Flughafen Tempelhof denn direkt bei der Stadt?

Ja, das läuft direkt über die Stadt. Die lässt sich das einiges kosten. Und die Miete zahlen wir direkt ans Finanzamt.

Wer spielt in diesem Jahr beim Fly BerMuDa?

Neben den Stars wie Digitalism, Luciano und Sven Väth haben wir in diesem Jahr Chris Liebing zu Gast. Er wird das letzte Set auf dem Haupt-Floor spielen. Dazu gibt es einen Beatport-Floor für Talente sowie den Clubs International Floor. Dort präsentieren sich Clubs aus ganz Europa, etwa das Rex aus Paris oder als Berlin-Institution die Bar25 als Label mit Club-Vergangenheit.

Ihr erweitert euer Programm also nicht grundsätzlich, sondern ganz allmählich.

Wir versuchen, organisch zu wachsen. Es ist auch nicht die Zeit, die Sache aufzublasen. Natürlich nehmen wir Themen wie die geplanten GEMA-Gebühren oder Gentrifizierung wieder in unser Tagesprogramm im Kater Holzig auf. Wir verstehen uns eben als Forum. Die Erhöhung der GEMA-Gebühren ist ja etwas, das alle teilnehmenden Clubs betrifft. Deshalb gehen wir das Thema auch ganz grundsätzlich an: Wie funktioniert die GEMA, muss ich als Produzent oder DJ Mitglied der GEMA sein, welche Alternativen gibt es eigentlich? Das ist ein wichtiges Thema. Denn wenn die neuen Tarife kommen, könnte es vielen von uns den Kopf kosten.

 


 


Video: Berlin Music Days 2012Trailer

  • Wenn jemand noch mehr Tipps und eine Unterkunft für die BerMuDa sucht, einfach in den Roomsurfer blog schauen!