Niemand zelebriert sexuell aufgeladenen Primitivismus wie Cómeme. Auf dieser Labelcompilation legen zunächst Richard X und Nathan Gregory Wilkins als Cowboy Rhythmbox etwas vor, das wie ein Rocksteady-Crew-Sample über ein ratterndes Staccato klingt. Mehr Staccato, diesmal zu Slo-Mo-Acid, kommt von den Kolumbianern Sano feat. Manu. Beim Titeltrack bieten Capracara und The District Union hart arbeitende Bodymusic. Und die kinky DJs Pareja aus Buenos Aires peitschen einen schließlich in die finale Ekstase. So etwas sind wieder mal gefühlvolle Eigenständigkeiten, für die das Label um Matias Aguayo bislang noch viel zu wenige Lorbeeren einheimsen durfte.