Justin Berkovi ist nach acht Jahren Pause mit einem neuen Album zurück. Der Techno-Veteran debütiert mit Mondrian zugleich auf Trapez und gibt eine erneute Kostprobe seiner diversen Vorlieben. Vom elegant-melodischen Detroit-Tribut des Titelsongs über introspektiven House, trockenen Digital-Funk bis hin zu brutal-reduzierten Techno-Spielarten der neueren Art zeigt sich der Brite durchgehend auf der Höhe seines Könnens. Bei alledem herrscht fast schon nüchterne Zurückhaltung. Euphorie tritt gerne mal gepaart mit Melancholie auf, wie in „Days Go By“, das sich mit seinen verwaschen-dissonanten Streicher-Synthesizern zur grandiosen Detroit-Hymne aufschwingt, die einen der Höhepunkte des Albums bildet. Da verzeiht man auch gern manch etwas glatter polierten Moment in der Sammlung, wobei es im eigentlichen Sinne keine schwachen Stücke gibt. Mondrian ist sicherlich eher ein Verfeinerungs- als ein Innovationsstatement, aber die Verfeinerung beherrscht Berkovi allemal so gut, dass ihm wesentlich mehr gelungen ist als eine Reihe eleganter Tanzflächen-Module.

 


Video: Justin BerkoviChildren Of The Night