Me, Myself & Live, erschienen vor gut zwei Jahren, war eines der besten Neo-House-Alben der ersten Dekade der Zweitausender, wurde aber sträflichst links liegen gelassen von Kritik und Publikum. Komplett unverständlich und unverzeihlich war das, und dieses Schicksal darf Bejing Rock nicht auch wieder zuteil werden – daran müssen wir alle arbeiten, das muss uns Anliegen und Ehrensache sein. Auf Beijing Rock geht es nun teilsweise recht ravig zur Sache mit Breaks und schier endlosem Groovefeuerwerk wie in “Sneep”, teilweise knüpft das Album aber auch an der housigeren Seite von Me, Myself & Live an, wie im hittigen Titeltrack mit seinem offensiven, aber unpeinlichen Orientalsample. Und es wird sogar die viel zu vernachlässigte Hip-House-Tradition weitergepflegt mit coolem Rap und sexy Funk-Chords in “Funk The Limit”. Herausragend aber: Das supertrippige “Traumschiff” und das an Jim Morrison gemahnende “Rosengarten” mit locker-lässigem Dabdadadadamm-Scatvocals und einer sich schier ewig immer weiter hochschraubenden Spannungspirale.

 

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Stream: Paul BrcicBeijing Rock (Previews)