Turbo konnte in der jüngeren Vergangenheit vor allem mit außergewöhnlichen House-Entwürfen in Form von Azari & III oder Renaissance Man punkten. Allerdings täuscht das nicht darüber hinweg, dass Labelchef Tiga seine Ohren auch in Sachen Techno sperrangelweit offen hält. Die neueste Label-Compilation zeigt dementsprechend, wo der Technohammer hängt. Den Auftakt machen Gingy & Bordello mit ihrem peitschenden, aber dennoch unaufdringlichem „Iron & Water“, das mit einer bauchigen Bassdrum und konstanten Claps recht gemächlich daher kommt. „Different Paths“ von Locked Groove, der auch bei Hotflush veröffentlicht, ist erfrischend ungerade und entwickelt mit unterschiedlichen perkussiven Mitteln trotz starkem Minimalismus ordentlich Druck. „Gang 49“ von Clouds und „Underground Persistence“ von Duke Dumont sind brachial voranpreschende Werkzeuge für Maschinenhallen und Nautiluss, der mit „Bleu Monday“ im vergangenen Jahr auf Hemlock vor allem Erfolg in der Bassmusik-Szene hatte, zeigt hier mit „Troubleman“, dass er sich genauso gut auf Techno versteht und sich nicht auf ein Genre festnageln lässt. Außerdem vertreten sind J Tijn, Milano, Sei A und Tomas Ansersson, dessen „Stickingar“ sich auf langer Strecke im Gehörgang festsetzt.

 

Stream: DiverseNew Jack Techno