Joy Orbison gehört zu jener Sorte Produzenten, die entweder alles in Gold kleiden was sie anfassen oder deren eigene Tracks damit aufgewogen werden, sobald sie ans Tageslicht treten. „Ellipsis“ wird seit fast einem Jahr händeringend gesucht. Ein Interviewfetzen mit den Neunziger-Jahre-Jungleproduzenten Source Direct und eine Pianofigur reichten dafür aus. Jetzt ist das Stück zusammen mit einem Head High-Remix, der ebenjenes Piano in den Mittelpunkt stellt, ausschließlich auf Vinyl erhältlich. Hardcore-Musik mit Popappeal und ein Ohrwurm für Menschen mit Drum’n’Bass-Sozialisation. Der Zusammenschluss von Orbison, Boddika und einem anderen englischen Wunderkind namens Pearson Sound bleibt da eher in der dunklen Ecke stehen. Wabernde Bässe, vertrackte Rhythmen und eine regnerische Stimmung charakterisieren die dritte Platte auf Sunklo, das Boddika und Orbison als gemeinsame Spielwiese dient. Für anglophile Plattensammler und DJs unverzichtbar.