Slam sind die beiden Schotten Orde Meikle und Stuart McMillan, gesegnet mit dem Gespür für mitreißend peitschende Musik. Die beiden sind in ihrer langen Karriere niemals, jetzt extra in Anführungszeichen, „progressiv“ geworden. Die beiden haben – auch mit ihrem Label Soma – zu viele Klassiker geschaffen, um diese Klippen, an denen schon viele Hochfrequenzproduzenten gestrandet sind, nicht umschiffen zu können. Denn ihr Output ist in der Tat sehr hoch, und das schon seit über zwei Jahrzehnten. Kann das alles gut sein? Aber nicht nur als Produzenten, sondern auch als Remixer haben die beiden ihre Spuren im Techno hinterlassen. Die Doppel-CD Collecting Data versammelt sowohl produziertes als auch reproduziertes Material. Unter den Remixen finden sich neben vielen Durchhängern leider nur wenige flotte Feger: An Shlomi Abers und Kenny Larkins „Sketches“ zeigen Slam, wie gut sie auch auf den Klaviaturen von House spielen können, ohne ihren technoiden Druck aufzugeben. Aber Radio Slaves „Bell Clap Dance“ gibt es in wesentlich schlüssigeren Bearbeitungen, und auch die Songwriterin Dot Allison braucht keinen Slam-Remix. Ob für all das jedoch zwei CDs hätten herhalten müssen?

 

Stream: SlamCollecting Data (Preview)