Die auffälligste Neuerung der neuen Barbara Morgenstern-Platte ist der englische Gesang. Wer sie in den letzten zwei Jahren live gesehen hat, wird nicht ganz so überrascht sein, fanden doch nach und nach immer mehr englischsprachige Stücke in ihr Programm. Erstaunlicher sind darum auch die sehr klaren Linien, die Sweet Silence dominieren. Bislang wurden Barbara Morgenstern-Platten zunehmend komplexer. Den Höhepunkt bildete vor mittlerweile auch schon vier Jahren BM, das mit einem Robert Wyatt-Duett, verschachtelten Beats, jazzigen Harmonien und geschickt integrierten Störgeräuschen glänzte. Ihre zahlreichen instrumentalen, improvisierten Nebenpojekte mit Bill Wells und Robert Lippok hinterließen auch auf ihren Songs Spuren. Dann kam das Greatest-Hits-Album Fan Nr. 2 und nun also eine Rückbesinnung auf die einfacheren Songstrukturen ihrer ersten Alben. Gemixt hat das Album Marco Haas (T.Raumschmiere), und das Ergebnis ist sehr klar und durchschlagend. Ein wenig hat man auch den Eindruck, dass Barbara Morgensterns unermüdliches Touren dieses Album geprägt hat. Die Stücke sind wie gemacht zum Live-Spielen. Sie lassen Raum für Improvisationen und die schnelleren Stücke rocken wie „Nichts Muss“ von 2003, das Stück das der Höhepunkt einer jeden Barbara Morgenstern-Show ist. Hier ist also mehr Futter für die Fans ihrer betörenden Konzerte.

 


Stream: Barbara MorgensternSpring Time