Dirk von Lowtzow (Tocotronic) und Thies Mynther (Stella) sind Phantom/Ghost. Ursprünglich als temporäres Projekt gedacht, bringt das Duo nun mit Pardon My English schon ihr fünftes Album zur Welt, welches diesmal irgendwo zwischen Cabaret von Bob Fosse, der Welt des Spoken Word und den Kompositionen von Kurt Weill angesiedelt ist. Mynther spielt beschwingt das Piano und wird von der Stimme von Lowtzows begleitet – oder ist es andersherum? Mit der ihm eigenen präsenten Stimme kokettiert von Lowtzow ständig mit seinem deutschen Akzent – der Titel ist Programm. Für zwei der zehn Stücke Stücke, „In The Tittery“ und „Phantom Of The Operette“, gibt es sogar ein wunderschönes Duett mit Michaela Meise, die manchen vielleicht durch die ungewöhnliche Neuinterpretation katholischer Kirchenlieder bekannt ist. Zum Duett wieder nur ein Piano, ab und zu ein Cello und eine Aussage. Mehr braucht man manchmal nicht, um vollkommen zufrieden zu sein. Pardon My English entschleunigt gewaltig, wenn man sich darauf einlässt. Außerdem lassen sich immer wieder neue Absurditäten in den Texten finden, die man spielend leicht versteht. Und wo passt so ein Album besser hin als auf Dial?

 


Video: Phantom/GhostDreams Of Plush