Als die Teilnehmer der GEMA-Mitgliederversammlung vergangene Woche in Bussen zur abendlichen Feier in der Berliner Kulturbrauerei chauffiert wurden, empfingen sie gellende Pfiffe. Mehrere tausende Menschen hatten sich vor dem Veranstaltungsort versammelt, um gegen die umstrittene Tarifreform der Urheberrechtsgesellschaft zu protestieren. Wir waren mit der Kamera dabei und haben Demonstrationsteilnehmer und Experten gefragt, warum sie wegen der neuen Tarife den Untergang der Clubkultur in der Hauptstadt (und im Rest des Landes) befürchten.

In der aktuellen Groove-Ausgabe ist ein Streitgespräch zwischen Künstlern, Veranstaltern, Clubbetreibern und einem GEMA-Vertreter zum Thema zu lesen.

 


Video: Groove TVGEMA-Proteste: „Mehr Geld für den ,Dieter-Bohlen-Topf?ʻ Nicht mit uns!“
Kamera, Schnitt & Regie: Maren Sextro

 

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  • shilf-music

    Ich kann mir absolut nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, dass man von der GEMA gerecht ausgezahlt wird als Musiker. Wie überwacht die GEMA das denn, wann wie oft die Songs der GEMA-Mitglieder gespielt werden? Bei Radiosendern kann ich mir das ja noch vorstellen. Die müssen – so weit ich weiß für jede Sendung eine Playlist erstellen. Aber was ist in all den Discos und Clubs, wo jeder DJ ad hoc auf die Situation auf der Tanzfläche reagieren muss und auch mal was „außerplanmäßiges“ auflegen muss. Klar, auch DJs müssen im Nachgang (normalerweise) eine Playlist dem Klubbetreiber abliefern. Aber wer merkt sich denn schon, was er alles in den 1-2 Stunden z. B., die er aufgelegt hat, gespielt hat?

    Und ob die Playlists auch wirklich bei der GEMA ankommen, das steht noch auf einem anderen Blatt und ob dies dann auch wirklich korrekt verarbeitet wird bzw. überhaupt alle korrekt verarbeitet werden kann – das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Bei der Masse an Musik die es gibt und bei der Anzahl an GEMA-Mitgliedern, kann ich mir nicht vorstellen, dass restlos alle Musiker, die dafür einen Beitrag zahlen, auch für jeden gespielten Song entlohnt werden.

    Ich lasse mich da aber gern eines Besseren belehren. Zumindest wäre es jetzt mal an der Zeit, dass die GEMA sich in die Karten schauen lässt und uns Musikern mitteilt und plausibel erklärt, wie dies von statten geht und dass das eine „wasserdichte“ Angelegenheit ist, und nicht so ist, wie wir vermuten.

    Viele Grüße

    shilf-music