Für das Video zu „Blurred Pictures“ des in Kalifornien ansässigen Drum’n’Bass-Produzenten ASC hat der Regisseur Mário Dočekal den Titel des Stücks wörtlich genommen und unscharfe, verschwommene Szenen aus einer verregneten Nacht montiert. Der melancholische Halfstep-Klang des Stückes wird durch dieses minimalistische Lichter-Ballett wirkungsvoll ergänzt.


Video: ASCBlurred Pictures

 

Nicht zu empfehlen für Menschen mit empfindlichen Geschmacksnerven ist der Clip zum D’n’B-Footwork-Crossover-Track „Get Busy“ des Briten Fracture. Denn die Speisen, die den Zirkus-Skeletten und effektvoll geschminkten Zombies zu ihrer Voodoo-Party in einem Pub serviert werden, stammen aus einer wahren Höllen-Küche.


Video: FractureGet Busy

 

Christian Löfflers verträumter House-Track „Blind“ lässt sich auch sehr gut mit geschlossenen Augen hören, im Fall des dazugehörigen Videos von Natasha Todd lohnt sich aber das Hinsehen. Denn die britische Filmemacherin lässt das Thema Blindheit von drei Tänzerinnen im urbanen Raum interpretieren und fängt die ungewöhnlich Choreografie in wunderschönen Bildern ein.


Video: Christian LöfflerBlind

 

Gleich in mehrfacher Hinsicht lehrreich ist das Video zu „Sebenza“ des britischen Produzenten-Trios LV. Das Stück stammt von dem im Herbst bei Hyperdub erscheinenden neuen LV-Album, für das die Londoner – wie schon bei der Single „Boomslang“ – mit südafrikanischen Vokalisten wie Okmalumkoolkat zusammengearbeitet haben. Neben einer Darbietung des in Johannesburg offenbar sehr populären Taxi Driver-Tanzes bietet das Video eine Einführung in die Automobil-Subkultur des drifting und die Erkenntnis, dass Okmalumkoolkat ein sehr fleissiger MC ist, bei dem die „Sebenza“ (das Zulu-Wort für „Arbeit“) nur im Dezember ruht.


Video: LV feat. OkmalumkoolkatSebenza