Schlicht und einfach Fachwerk 25 hat Mike Dehnert sein siebtes Album betitelt, für sein eigenes Label ist es gleichzeitig die 25. Veröffentlichung. Dehnert ist bekannt für brachiale Stepper mit der Durchschlagskraft eines Presslufthammers, wer sein bisheriges (Fach-)Werk kennt, wird auch von einigen der dreizehn Tracks nicht enttäuscht sein. Nur einige? Ja richtig, denn ab und zu unterbrechen abstrakte oder für die Tanzfläche zu langsame Stücke den Fluss aus Dubchords, Rave und Druckstößen. Während etwa der titelgebende Track sich in großen Industriehallen und Kellergewölben gleichermaßen wohlfühlt, entsteht bei den Stücken ohne Beat wie „Courant“ eine plötzliche und ungewohnte Intimität. Ein weiteres, immer wiederkehrendes Stilmittel ist die Arbeit mit der Stimme, hier und da bleiben Gesangsfetzen kleben. Die Stücke sind durchweg gut produziert, doch ein richtiges Albumgefühl stellt sich auch nach mehrmaligem Hören nicht ein. Vielleicht ist es eine fehlende Grundstimmung, vielleicht auch das nicht vorhandene Augenzwinkern? Bitte nicht falsch verstehen: Viele Titel sind stark – für sich alleine stehend. Warum die Tracks aber in dieser Form als Album herauskommen, ist nicht ganz ersichtlich.