Der britische Produzent DVA, dessen erstes Album Pretty Ugly demnächst bei Hyperdub erscheint, blickt in diesem Video drein, als wäre ihm mehr als nur eine Laus über die Leber gelaufen. Der minimalistische Clip lebt allein vom Kontrast zwischen DVAs grimmigem Mienenspiel und dem freundlichen Gesicht, das seine Sängerin Natalie Maddix macht.


Video: DVAEye Know feat. Natalie Maddix

 

Böse Blicke gibt es auch im Video zum Track „Archaic Line“ der Bassmusik-Nachwuchshoffnung Artifact. Der Regisseur und Filmstudent Alexander Ingham Brook versucht darin, Sozialrealismus und Kunstfilm zu mischen und filmt gelangweilte Jugendliche in einer Londoner Sozialbausiedlung. Für den künstlerischen Touch soll dabei der frühere Derek-Jarman-Kameramann Christopher Hughes sorgen.


Video: ArtifactArchaic Line (Graphics Remix)

 

Einen großen Namen hat auch das Pariser Label Ed Banger mit Gaspar Noé, dem „Enfant terrible“ des französischen Kinos, verpflichtet. Das Video zu Sebastians „Love In Motion“, in dem Noé mit dem Lolita-Mythos spielt, schreit viel zu laut „Skandal!“, um ernst genommen werden zu können.


Video: SebastianLove In Motion

 

Fast schon angenehm konservativ wirkt dagegen das neue Video zum Björk-Song „Hollow“, das der Wissenschaftler Drew Berry animiert hat. In bunten Farben zeigt er eine Reise in die molekulare Struktur unseres Körpers hinab bis auf die DNS-Ebene. Das Ergebnis ist schön anzusehen und durchaus lehrreich: Wer hätte schon gedacht, dass es ein major groove protein gibt?


Video: BjörkHollow