Bereits auf ihrer schwerelos federnden Debütmaxi „Naked Figures“ machten Public Lover alias Ninca Leece und Bruno Pronsato deutlich, das zwischen ihnen magischer Pop entsteht, der ohne ein klassisches Songschema auskommt. Nun paaren sie auf Albumlänge die filigran gesetzten Rhythmen von Pronsato mit der empfindsamen Stimme von Leece. Deren Texte jonglieren mit vernebelten metaphorischen Bildern, die jeder für sich selbst scharf stellen muss. Passend dazu hat der ehemalige Rock-Schlagzeuger Pronsato Tracks produziert, die mehr Jazz als House sind und so sensationell gewichtslos im Raum baumeln, wie man es von seinen clubbigen Soloproduktionen kennt. Arrangements, die nie fordern, die trotz ihrer präzisen Machart nie durchdacht wirken und in deren Mitte zarte Pianomelodien tanzen. Alles klingt so als hätte das Duo nichts anderes getan, als seine von Liebe durchtränkte Zweisamkeit in Sound gegossen, um diese weiter in eine musikalische Sphäre auszudehnen. Dort herrscht pure Innigkeit, selbst wenn zuweilen ein schräger Klang oder ein Trommelwirbel am Gleichgewicht rüttelt. Elektronischer Pop mit hinreißend romantischem Grundton, der erzählt, dass nur die Liebe zählt.